Verbrechen unter Hypnose

Verbrechen unter Hypnose – was wirklich möglich ist und was nicht

Immer wieder taucht die Frage auf, ob Verbrechen unter Hypnose möglich sind. Kürzlich wurde dieses Thema auch medial aufgegriffen, unter anderem in einem Spielfilm und einer begleitenden Dokumentation, in denen die vermeintlich „dunkle Seite der Hypnose“ thematisiert wurde. Doch wie viel Wahrheit steckt tatsächlich hinter solchen Darstellungen?

Dieser Fachbeitrag soll aufklären, Mythen von Fakten trennen und erklären, was Hypnose leisten kann – und vor allem, was nicht.

Gibt es Verbrechen unter Hypnose wirklich?

 

In der Vergangenheit gab es immer wieder Berichte und Behauptungen, wonach Hypnose bei kriminellen Handlungen eine Rolle gespielt haben soll.

Diese Aussagen klingen spektakulär, halten einer fachlichen Prüfung jedoch kaum stand. Zahlreiche Versuche, in Experimenten nachzuweisen, dass Menschen in Hypnose zu Verbrechen gebracht werden können, sind gescheitert.

Ein zentrales Problem dieser Experimente liegt darin, dass nie eindeutig geklärt werden konnte, ob die Versuchspersonen tatsächlich glaubten, eine reale Handlung auszuführen, oder ob ihnen bewusst war, dass sie Teil eines Experiments waren. Genau dieser Unterschied ist entscheidend.

Auch renommierte Medien haben einzelne dieser Fälle kritisch aufgearbeitet und chronologisch untersucht. Dabei zeigt sich ein klares Muster: Es gibt keine belastbaren Beweise dafür, dass Menschen allein durch Hypnose zu schweren Straftaten gezwungen werden können.

Symbolische Darstellung der Frage nach Verbrechen und Hypnose


„Unter Hypnose“ oder „in Hypnose“ – ein wichtiger Unterschied

Ein Punkt, der in der öffentlichen Diskussion häufig falsch dargestellt wird, ist die Begrifflichkeit. Korrekt spricht man nicht von „unter Hypnose“, sondern von „in Hypnose“. Das ist mehr als nur Wortklauberei.

Hypnose ist kein Zustand von Willenlosigkeit oder Fremdbestimmung. Menschen verlieren in Hypnose weder ihre Moral noch ihre ethischen Werte. Der sogenannte kritische Faktor – also die innere Instanz, die zwischen richtig und falsch unterscheidet – bleibt aktiv. Genau deshalb ist es nicht möglich, jemanden in Hypnose zu Handlungen zu bringen, die den eigenen Überzeugungen fundamental widersprechen.


Medizinische Hypnose und ethische Grenzen

Aus fachlicher Sicht lässt sich klar sagen: In über 99 Prozent der Fälle ist Hypnose nicht geeignet, um kriminelle Handlungen auszuführen oder zu erzwingen. Diese Einschätzung basiert nicht auf Theorie, sondern auf jahrzehntelanger Erfahrung und Forschung.

In der medizinischen Hypnose wird grösster Wert auf Ethik, Verantwortung und Sicherheit gelegt. Auch im Rahmen von Ausbildungen, in denen Hypnose intensiv gelehrt und praktisch angewendet wird, werden ethische Grenzen niemals überschritten. Selbst in bewusst abgeschwächten Experimenten greift der kritische Faktor der Versuchsperson zuverlässig ein.

Diese Erfahrungen decken sich mit der praktischen Arbeit in der therapeutischen Hypnose – etwa im Hypnosecenter Frauenfeld, wo Hypnose verantwortungsvoll, transparent und stets im Einklang mit den Werten der Klientinnen und Klienten eingesetzt wird. Menschen aus Hypnose Frauenfeld, Hypnose Thurgau und der gesamten Hypnose Ostschweiz und auch aus der ganzen Schweiz suchen Hypnose gezielt zur Unterstützung, nicht zur Manipulation.


Hypnose ist ein natürlicher Zustand

Ein weiterer wichtiger Punkt wird in der öffentlichen Wahrnehmung oft übersehen: Hypnose ist kein exotischer Ausnahmezustand. Der Mensch befindet sich im Alltag immer wieder in hypnotischen Zuständen – etwa beim Autofahren, beim Tagträumen oder beim völligen Aufgehen in einer Tätigkeit. Schätzungen zufolge verbringen wir bis zu 70 Prozent unseres Tages in solchen fokussierten Zuständen. Der Unterschied liegt darin, ob dieser Zustand unbewusst geschieht oder bewusst genutzt wird. Wenn man weiss, wie Hypnose funktioniert, kann sie sinnvoll, unterstützend und konstruktiv eingesetzt werden – etwa zur Stressreduktion, zur Stärkung innerer Ressourcen oder im therapeutischen Kontext.

Aufklärung statt Angst

Die Vorstellung von Verbrechen unter Hypnose hält sich hartnäckig, wird jedoch durch wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Erfahrung klar widerlegt. Hypnose ist kein Kontrollinstrument, sondern ein Zustand erhöhter innerer Aufmerksamkeit – mit klaren ethischen Grenzen. Aufklärung ist hier der wichtigste Schritt, um unnötige Ängste abzubauen und Hypnose realistisch einzuordnen: als wirksames, verantwortungsvolles Werkzeug, das Menschen unterstützt – nicht manipuliert. Immer wieder berichten mit Klienten aus Weinfelden von dieser Angst.


Verbrechen unter Hypnose – Aufklärung statt Mythen

Auf einzelne angebliche Verbrechen, bei denen Hypnose eine Rolle gespielt haben soll, möchte ich an dieser Stelle nicht im Detail eingehen. Seriöse Medien haben diese Fälle bereits kritisch untersucht und chronologisch aufgearbeitet. Dabei zeigt sich immer wieder: Die Behauptungen halten einer fachlichen Prüfung kaum stand. Zunächst ist es wichtig, eine grundlegende Klarstellung vorzunehmen. Auch wenn im allgemeinen Sprachgebrauch häufig von „unter Hypnose“ gesprochen wird, ist dies fachlich nicht korrekt. Richtig ist die Formulierung „in Hypnose“. Dieser Unterschied ist entscheidend, denn Hypnose ist kein Zustand des Ausgeliefertseins oder der Fremdbestimmung, sondern ein Zustand erhöhter innerer Aufmerksamkeit.

Aus fachlicher Sicht lässt sich klar sagen: In über 99 Prozent der Fälle eignet sich Hypnose nicht, um Menschen zu kriminellen Handlungen zu bringen. Diese Einschätzung basiert nicht auf Theorie, sondern auf praktischer Erfahrung. In meiner eigenen Ausbildung und in zahlreichen praktischen Anwendungen, auch im Rahmen von Experimenten, wurden ethische und moralische Grenzen niemals überschritten. Selbst bei bewusst abgeschwächten Versuchsanordnungen greift stets der sogenannte kritische Faktor – jene innere Instanz, die zwischen richtig und falsch unterscheidet. Diese Erkenntnisse decken sich mit der praktischen Arbeit in der gesamten Region, sei es im Umfeld von Hypnose Wil, Hypnose Schaffhausen oder im Raum Hypnose Ostschweiz. Menschen behalten auch in Hypnose ihre Werte, ihre Moral und ihre Entscheidungsfähigkeit.


Die drei häufigsten Missverständnisse über Hypnose

Ein weit verbreitetes Missverständnis ist die Annahme, man sei in Hypnose willenlos. Das Gegenteil ist der Fall. Niemand verliert in Hypnose die Kontrolle über sich selbst. Suggestionen, die den eigenen Überzeugungen widersprechen, werden innerlich abgelehnt. Genau deshalb ist es nicht möglich, jemanden in Hypnose zu Handlungen zu zwingen, die er bewusst nicht tun würde. Diese Erfahrung machen auch Klientinnen und Klienten aus Regionen wie Hypnose St. Gallen oder Hypnose Winterthur, die Hypnose zur persönlichen Entwicklung nutzen.

Ein weiteres Missverständnis betrifft das Thema Geheimnisse. Viele Menschen glauben, man könne in Hypnose Dinge preisgeben, die man eigentlich für sich behalten möchte. Auch das ist falsch. In Hypnose entscheidet der Mensch selbst, was er mitteilen möchte und was nicht. Der innere Schutzmechanismus bleibt jederzeit aktiv. Hypnose ist kein Verhörinstrument, sondern ein kooperativer Prozess.

Ebenso hartnäckig hält sich der Mythos, man könne in Hypnose „steckenbleiben“. Dafür gibt es keinerlei wissenschaftliche Belege. Hypnose ist ein natürlicher Zustand, aus dem jeder Mensch von selbst wieder herausfindet – vergleichbar mit Tagträumen oder tiefem Nachdenken. Selbst wenn eine Sitzung nicht aktiv beendet würde, kehrt der Mensch von allein in den normalen Wachzustand zurück. Diese Sicherheit ist auch in der praktischen Arbeit im Raum Hypnose Effretikon immer wieder zu beobachten.


Hypnose im Film „Schattenmoor“ – Fiktion, Wirkung und Wahrheit

Wie bereits erwähnt, war ich kürzlich Teil einer Dokumentation auf ProSieben, einem TV-Highlight, das im Dezember 2019 ausgestrahlt wurde. Die Sendung griff ein Thema auf, das immer wieder für grosses Interesse sorgt – und zugleich viele Missverständnisse rund um Hypnose erzeugt. Gerne möchte ich hier meine persönliche Zusammenfassung geben und einordnen, worum es in der Dokumentation ging und zu welchem Ergebnis sie geführt hat.

Im Spielfilm „Schattenmoor“ verschwindet eine junge Frau spurlos aus einem Internat. Kurz darauf taucht eine andere Person auf, die ihr äusserlich nahezu identisch ist, sich jedoch charakterlich vollkommen anders verhält. Diese drastische Veränderung wirft eine zentrale Frage auf:
Ist es tatsächlich möglich, einen Menschen mithilfe von Hypnose derart zu verändern, wie es im Film dargestellt wird?

Genau dieser Frage widmete sich die begleitende Dokumentation „Schattenmoor – vom Experiment in die Realität“. Ziel war es, Fiktion und Wirklichkeit voneinander zu trennen und aufzuzeigen, was Hypnose tatsächlich leisten kann – und wo klare Grenzen bestehen. Die Doku beleuchtet eindrücklich, dass filmische Darstellungen häufig überzeichnen und Hypnose

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als ein Werkzeug der Kontrolle oder Manipulation inszenieren, das mit der realen Anwendung wenig gemein hat. In der Realität ist Hypnose kein Mittel zur Persönlichkeitsveränderung oder Fremdsteuerung. Vielmehr handelt es sich um einen natürlichen Zustand erhöhter Aufmerksamkeit, der verantwortungsvoll und ethisch eingesetzt wird. Genau diese Differenzierung war ein zentrales Anliegen der Dokumentation – und ein wichtiger Schritt zur Aufklärung der Öffentlichkeit.

Was Hypnose jedoch sehr wohl kann, ist Menschen dabei zu unterstützen, eigene Ressourcen zu aktivieren, innere Blockaden zu lösen und Veränderungsprozesse bewusst zu begleiten. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und reichen von Stressregulation über persönliche Entwicklung bis hin zur therapeutischen Begleitung. Dieses Potenzial wird in der Hypnose Ausbildung ebenso vermittelt wie die klaren ethischen Rahmenbedingungen, die für jede seriöse Arbeit mit Hypnose gelten. Im Hypnosecenter Frauenfeld verfügen wir über langjährige Erfahrung in unterschiedlichen Bereichen der Hypnose und Hypnosetherapie. Diese Fachkompetenz stellen wir unseren Klientinnen und Klienten zur Verfügung – auch für Menschen aus dem Raum Hypnose Zürich, die eine fundierte, verantwortungsvolle und transparente Begleitung suchen.

Die Dokumentation rund um Schattenmoor hat gezeigt, wie wichtig es ist, Hypnose nicht anhand von Filmbildern zu beurteilen, sondern auf Basis von Wissen, Erfahrung und professioneller Anwendung. Aufklärung schafft Vertrauen – und ermöglicht es, Hypnose realistisch, differenziert und nutzbringend zu verstehen.